28.07.2002 (1)

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17 Pferde wurden in die USA verkauft

Zweitbestes Ergebnis bei einer Sommerauktion erzielt / Teuerstes Tier kostete 35 000 Euro

Von unserer Mitarbeiterin Angelika Siepmann

Verden. Nach der vierstündigen Versteigerung war am Sonnabend in der Niedersachsenhalle noch lange nicht Schluss. Wo zuvor die Kandidaten der hannoverschen Sommerauktion ihre runden vor dem Kunden gedreht hatten, wurden im Laufe des späten Abends Boxen installiert- zusätzliche Quartiere für die vielen Pferde, die in den nächsten Tagen in Verden zum Meisterschaftseinsatz kommen werden.


„Das Team zieht ohne Murren mit“ lobte Rainer Kiel seine fleißigen Leute. Der Auktionschef und Leiter der Ausbildungs- und Absatzzentrale konnte sich auch bei der Abwicklung der Verkaufsveranstaltung mit der umfangreichen Kollektion auf seine Equipe verlassen. Und das Ergebnis, das am Ende zu Buche stand, war vom Feinsten: Das zweitbeste in der 18-jährigen Geschichte der Sommerauktion.


Bei 105 zugeschlagenen Pferden- sechs blieben im Auktionsring Ladenhüter- belief sich der Nettoumsatz auf rund 1 047 000 Euro. Der Durchschnittspreis von 9969 Euro lag nur knapp unter dem Rekordresultat des Jahres 2000 (10 057 Euro). Die Tageshöchstsumme von 35 000 Euro erlöste die dreijährige Rappstute Donna Frederica v. Don Primero-Falkland, aufgezogen und ausgestellt von Hermann Kleemeyer in Sudweyhe. Spitzenpreis bei einer Juli-Auktion sind 36 800 Euro.

 

Kunden aus aller Welt greifen bei Hannoveraner-Auktionen regelmäßig und oft mit prall gefülltem Portemonnaie zu, so auch diesmal. Rainer Kiel registrierte ein erstaunliches Interesse aus dem Ausland und bezeichnete die Verkaufszahlen als ganz gewaltig. Käufer aus neun Nationen investierten 554000 Euro in 44 junge Dressur- und Springtalente.

Kiel führt das immer noch wachsende internationale Geschäft ausdrücklich auch auf das enorme Engagement des Auslandsbeauftragten und PR-Chefs Dr. Enno Hempel zurück. Hauptabnehmer waren einmal mehr die USA mit allein 17 Ankäufen. Auch Peggy und Perry Thomas aus Idaho, die sich häufig die Perlen aus den Elite-Kollektionen aussuchen, ließen wieder etliche Dollar springen. Sie waren erstmals bei einer so genannten Zwischenauktion dabei.


Anlass: Drei ihrer vielen Verdener Auktionserwerbungen starten demnächst unter Debbie McDonald in hochkarätigen Wettbewerben, Felix bei der Dressurpferde-WM in Verden, Brentina bei der Europameisterschaft der Dressurreiter im September im spanischen Jerez. Donatella, einst für 450 000 Mark in der Niedersachsenhalle ersteigert, wird in Verdener Rahmenwettbewerben vorgestellt.
In die USA ging auch der dunkelbraune Fuchswallach Westlife v. Wonderland, gezogen von Michaela Pridöhl in Gretheim, ausgestellt von Jochen Dittmer. Mit dem Preis von 20 000 Euro gehört Westlife zu den teuersten Tieren der Auktion.


Jeweils fünf Hannoveraner wurden bei der Sommerauktion am Sonnabend nach Kanada, Dänemark, Großbritannien und Italien verkauft, je zwei nach Belgien, in die Niederlande und nach Schweden. Spanien komplettierte die stattliche Auslandsstatistik.
Und noch einmal zu den Mitarbeitern. Von wegen freier Sonntag! Gestern Morgen um sechs Uhr war für das Auktionsteam wieder Dienstbeginn. Bis zur Eröffnung der Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde, des deutschen Berufsreiter-Championats ist es schließlich nicht mehr lange hin. Als Partner in der Verdener Turniergesellschaft (VTG) bewältigt der Verband hannoverscher Warmblutzüchter einen gewichtigen Part bei den Großereignissen im Hippo-Zentrum.

Achimer Zeitung

 

 

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