Es wurde
gepumpt, und das Wasser mit Karren vom Platz transportiert. Dennoch
gaben die verbleibenden Pfützen einigen Reitern einen Grund, mit ihren
Pferden den Schauplatz frühzeitiger zu verlassen.
Am
Sonnabendabend wurde kurzfristig die Showeinlage „Jump & Drive“
abgesagt, es fanden sich unbestätigten Gerüchten zufolge keine
Teilnehmer, die auf Wasserski durch den Parcours flitzen wollten. Die
Stimmung bei Reitern und Veranstaltern war ungebrochen gut, wenngleich
zwei Trecker die Transporter vom Parkplatz schleppten.
Zwei Amazonen
aus dem Ausland nahmen erstmals auf Einladung des Vereins an den
Reiterspielen teil: Giulia Mantovani aus Italien und Tana Car aus
Kroatien hatten durch Vermittlung ihres Trainers Horst Rimkus von den
Ausschreibungen erfahren und ihre Pferde für verschiedene Prüfungen
satteln dürfen. Ein Schleifensortiment nahm die für Vechta startende
US-Amerikanerin Casey Dornan mit nach Hause: Neben dem zweiten Platz
in der M-Dressur konnte sie mit A Boy in Jungpferdeprüfungen einige
Erfolge erzielen.
Im M-Springen
trafen sich gestern Nachmittag zwei lokale Cracks bei der
Siegerehrung: Die offenbar auf Gold abonnierte Dagmar Krieg setzte
sich nach ihrem Erfolg beim Flutlichtspringen mit Acacia erneut auf
M-Niveau an die Spitze: Fehlerfrei in 50,21 Sekunden siegte sie in der
am höchsten ausgeschriebenen Abteilung vor Nicole Wens (Wallau) mit
Prestige und Hans-Jürgen Rohde (Heiligenfelde) mit Funky Town.
Der allerdings
auch im Dressurviereck talentierte braune Wallach vom Falkland kann
seine berühmte Mutter nicht leugnen. Der Stangenathlet stammt aus der
Landdame, die 2001 unter Ludger Beerbaum das Hamburger Derby gewann.
Die 30jährige Erfolgsamazone Dagmar Krieg ist von ihrer Acacia seit
dem ersten Proberitt begeistert: "Ich habe mich mit ihr sofort sicher
gefühlt. Sie ist eigentlich immer gut drauf."