05.08.2002

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Goldpremiere für Ingrid Wilkens

Sport und Stimmung beim „Wasserturnier“ am Steller See auf hohem Niveau

Von unserer Mitarbeiterin Petra Maischims

Stuhr-Stelle. Beim Turnier des Reit- und Fahrverein Steller See startete dieses Pferd das erste Mal überhaupt in einer S-Dressur. Seine Reiterin hat auf dem Gebiet zwar schon mehr Erfahrung, aber dass sie mit dem erst siebenjährigen Savaldo auch gleich ihren ersten Sieg in der schweren Klasse nach Hause bringen würde, hätte Ingrid Wilkens (Bremer RC) nicht zu träumen gewagt. Punktgleich erritt Alix Schulte-Frohlinde (Wedemark) Gold.

„Dass ich ihn vor der Stute platzieren würde, war mir schon klar, er ist im Moment einfach gut drauf“, jubelte die erfolgreiche Ausbilderin. „Aber mit so einem Ergebnis hätte ich nicht gerechnet.“ Mit Sherglana belegte sie nämlich auch gleich noch Platz fünf. Beide Pferde hat Ingrid Wilkens seit ihren ersten Tritten unter dem Sattel ausgebildet. Am Vortag hatte sie mit beiden Pferden in der M-Dressur hinter Frank Ziegler (Heiligenfelde) bereits die Plätze zwei und drei belegt. Zieglers Ramiro entschied sich nach dem Erfolg gestern allerdings gegen nasse Füsse und verweigerte die Mitarbeit.

Während der Boden auf dem Springplatz im Laufe des gestrigen Tages weitgehend abtrocknete, fand im Viereck trotz aller Bemühungen eine „Kneipp-Kur“ statt.

Es wurde gepumpt, und das Wasser mit Karren vom Platz transportiert. Dennoch gaben die verbleibenden Pfützen einigen Reitern einen Grund, mit ihren Pferden den Schauplatz frühzeitiger zu verlassen.

Am Sonnabendabend wurde kurzfristig die Showeinlage „Jump &  Drive“ abgesagt, es fanden sich unbestätigten Gerüchten zufolge keine Teilnehmer, die auf Wasserski durch den Parcours flitzen wollten. Die Stimmung bei Reitern und Veranstaltern war ungebrochen gut, wenngleich zwei Trecker die Transporter vom Parkplatz schleppten.

Zwei Amazonen aus dem Ausland nahmen erstmals auf Einladung des Vereins an den Reiterspielen teil: Giulia Mantovani aus Italien und Tana Car aus Kroatien hatten durch Vermittlung ihres Trainers Horst Rimkus von den Ausschreibungen erfahren und ihre Pferde für verschiedene Prüfungen satteln dürfen. Ein Schleifensortiment nahm die für Vechta startende US-Amerikanerin Casey Dornan mit nach Hause: Neben dem zweiten Platz in der M-Dressur konnte sie mit A Boy in Jungpferdeprüfungen einige Erfolge erzielen.

Im M-Springen trafen sich gestern Nachmittag zwei lokale Cracks bei der Siegerehrung: Die offenbar auf Gold abonnierte Dagmar Krieg setzte sich nach ihrem Erfolg beim Flutlichtspringen mit Acacia erneut auf M-Niveau an die Spitze: Fehlerfrei in 50,21 Sekunden siegte sie in der am höchsten ausgeschriebenen Abteilung vor Nicole Wens (Wallau) mit Prestige und Hans-Jürgen Rohde (Heiligenfelde) mit Funky Town.

Der allerdings auch im Dressurviereck talentierte braune Wallach vom Falkland kann seine berühmte Mutter nicht leugnen. Der Stangenathlet stammt aus der Landdame, die 2001 unter Ludger Beerbaum das Hamburger Derby gewann. Die 30jährige Erfolgsamazone Dagmar Krieg ist von ihrer Acacia seit dem ersten Proberitt begeistert: "Ich habe mich mit ihr sofort sicher gefühlt. Sie ist eigentlich immer gut drauf."

Bremer Nachrichten

Regionale Rundschau

Tageszeitung für Stuhr - Weyhe

Martinistr. 43
28195 Bremen
0421 / 3671-0

 

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