12.06.2006

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Ingrid Wilkens behauptet sich ganz knapp vor Peter Koch

Spannende Dressur-Entscheidung auf dem Gelände des Hubertus RV

BREMEN. Im Endspurt wurde es noch etwas knapp, aber unterm Strich klappte es: Ingrid Wilkens hat zum zweiten Mal die Meisterschaften der Bremer Dressur-Senioren gewonnen. Mit ihrer hannoverschen Stute Sherglana behauptete sie sich in der Endabrechnung nur um Punktebruchteile vor dem Seriensieger Peter Koch im Sattel des Trakehners Konradi.

Es war ein spannendes Finale auf dem Gelände des Hubertus RV, und etliche Dressursport-Freunde fieberten unter praller Sommersonne mit. Die beiden ersten Wertungsprüfungen hatte Wilkens an den Vortagen mehr oder weniger souverän gewonnen, diesmal sah das Ergebnis etwas anders aus. Im Schlusswettbewerb, Intermediaire I, brachte Koch (RFC Niedervieland) Avoni nach vorn. Die neunjährige Stute stand in der Gunst der Richter am höchsten (836 Punkte). Gleich dahinter kam aber schon seine junge Vereinskollegin Daniela Sudholz, die es mit Wanito durch eine Klasseleistung (834) auf den Bronze-Platz brachte. Ingrid Wilkens musste in der letzten und entscheidenden Prüfung mit dem siebten Platz unter 17 Startern vorlieb nehmen, aber damit hatte sie kein Problem - ihre bisherigen Resultate reichten für die erfolgreiche Titelverteidigung. Zum Goldenen Reitabzeichen der FN - wir berichteten - kam nun noch die erneute Meisterschaft hinzu.
In den jüngeren Altersklassen dominierten wieder einmal die "gestiefelten" Damen. Bei den Jungen Reitern siegte Nadine Schäfer, und mit Anna-Maria Schäfer setzte sich auch in der Pony-Konkurrenz ein Nachwuchstalent vom Reitclub Bremen-Hanse durch. Clara Baunack machte bei den Junioren das Rennen. Best Before Midnight ist der illustre Name ihres neunjährigen Schimmelhengstes aus der Trakehner-Zucht. Die "Inter" war zwar die dritte und wichtigste Wertungsprüfung für die Dressur-Senioren, aber gleichzeitig offen für andere. Und so kam es, dass zwei ehemalige Auktionsreiter vom RV Aller-Weser noch ordentlich punkteten. Hannes Baumgart brachte den zwölfjährigen Fuchshengst Californio auf den dritten Platz (828), Jörn Kubelke offenbarte die Qualitäten des braunen Wallachs Cantanzaro (824). Dazwischen schob sich allerdings noch der später als Vizemeister geehrte Peter Koch mit Konradi (826). Er ist zwar längst nach Soltau verzogen, hält dem Bremer Verband aber die Treue.

Weser Kurier

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