BREMEN. Im Endspurt wurde es noch
etwas knapp, aber unterm Strich klappte es: Ingrid Wilkens hat zum
zweiten Mal die Meisterschaften der Bremer Dressur-Senioren gewonnen.
Mit ihrer hannoverschen Stute
Sherglana behauptete sie sich in der Endabrechnung nur um
Punktebruchteile vor dem Seriensieger Peter Koch im Sattel des
Trakehners Konradi.
Es war ein spannendes Finale auf dem Gelände des Hubertus RV, und
etliche Dressursport-Freunde fieberten unter praller Sommersonne mit.
Die beiden ersten Wertungsprüfungen hatte Wilkens an den Vortagen mehr
oder weniger souverän gewonnen, diesmal sah das Ergebnis etwas anders
aus. Im Schlusswettbewerb, Intermediaire I, brachte Koch (RFC
Niedervieland) Avoni nach vorn. Die neunjährige Stute stand in der
Gunst der Richter am höchsten (836 Punkte). Gleich dahinter kam aber
schon seine junge Vereinskollegin Daniela Sudholz, die es mit Wanito
durch eine Klasseleistung (834) auf den Bronze-Platz brachte. Ingrid
Wilkens musste in der letzten und entscheidenden Prüfung mit dem
siebten Platz unter 17 Startern vorlieb nehmen, aber damit hatte sie
kein Problem - ihre bisherigen Resultate reichten für die erfolgreiche
Titelverteidigung. Zum Goldenen Reitabzeichen der FN - wir berichteten
- kam nun noch die erneute Meisterschaft hinzu. |
In den jüngeren Altersklassen
dominierten wieder einmal die "gestiefelten" Damen. Bei den Jungen
Reitern siegte Nadine Schäfer, und mit Anna-Maria Schäfer setzte sich
auch in der Pony-Konkurrenz ein Nachwuchstalent vom Reitclub
Bremen-Hanse durch. Clara Baunack machte bei den Junioren das Rennen.
Best Before Midnight ist der illustre Name ihres neunjährigen
Schimmelhengstes aus der Trakehner-Zucht. Die "Inter" war zwar die
dritte und wichtigste Wertungsprüfung für die Dressur-Senioren, aber
gleichzeitig offen für andere. Und so kam es, dass zwei ehemalige
Auktionsreiter vom RV Aller-Weser noch ordentlich punkteten. Hannes
Baumgart brachte den zwölfjährigen Fuchshengst Californio auf den
dritten Platz (828), Jörn Kubelke offenbarte die Qualitäten des
braunen Wallachs Cantanzaro (824). Dazwischen schob sich allerdings
noch der später als Vizemeister geehrte Peter Koch mit Konradi (826).
Er ist zwar längst nach Soltau verzogen, hält dem Bremer Verband aber
die Treue. |