| HORSTEDT (la) Mindestens zehn Siege
bei S-Dressur-Turnieren -der schwersten Kategorie- muss jemand
aufweisen, um das Goldene Reitabzeichen der Deutschen Reiterlichen
Vereinigung (FN) verliehen zu bekommen. Eine Frau aus Horstedt erhielt
es im Juni: Ingrid Wilkens.
Beim Gespräch mit der Thedinghäuser Zeitung auf ihrer Arbeitsstelle
-dem Hof Kleemeyer in Sudweyhe- erzählt die 38-jährige Näheres über
sich und ihre erstaunliche Laufbahn, bei der sie Arbeit und Hobby
perfekt verbinden konnte. Das führte schon zu zwei
Dressur-Landesmeistertiteln seit 2005 und allein acht Turniersiegen im
laufenden Jahr.
Seit der frühen Jugend ist die in Vechta geborene Ingrid Wilkens
reiterlich aktiv und machte folgerichtig den geliebten Umgang mit
Pferden auch zum beruflichen Mittelpunkt. Ihre Lehrzeit als
Pferdewirtin mit Schwerpunkt Zucht und Haltung absolvierte sie bei
Reinhard Baumgart in Verden. Später kam in Salzgitter der Schwerpunkt
Reiten und Lehren hinzu.
Zurück in Verden, ritt sie zeitweise auf Auktionen und traf den
Sudweyher Reiterhofbesitzer Kleemeyer wieder. Der suchte zu jener Zeit
-vor etwa dreizehn Jahren- neue Reiter / innen, und so begann die
Erfolgsgeschichte. |
Die neue Mitarbeiterin fing mit sehr
jungen Pferden auf dem Hof an, die sie immer weiter ausbildete. Mit
sieben bis acht Jahren ist das Pferdealter erreicht, in dem die besten
in der Dressur S-Klasse bestehen können.
Ingrid Wilkens, die für den Bremer Reitclub antritt, erreichte ihre
größten Erfolge mit der Stute "Sherglana",
die auf dem Sudweyher Hof geboren wurde und von "Sherlock
Holmes " abstammt und mit "Savaldo",
einem Bruder von "Sherlock
Holmes". Um die 100 Pferde gehören zum Hof, wobei zur Zeit 33 für
Dressur oder Springen ausgebildet werden.
Nicht nur um den
Pferdenachwuchs kümmert sich die junge Frau aus Horstedt, sondern auch
um die Ausbildung junger Reiterinnen und Reiter. Dass es hier bei
Turnieren ebenfalls schon einige Erfolge gab, freut sie natürlich
sehr. Sie selber hofft ebenfalls auf weitere Titel bei Wettkämpfen im
gesamten norddeutschen Raum. Beim Dressurreiten sind dem Mann oder der
Frau auf dem Pferd altersmäßig übrigens kaum Grenzen gesetzt, wie
einst schon Josef Neckermann bewies.
Für weitere Hobbys bleibt der leiden-schaftlichen Pferdesportlerin
wenig Zeit. Aber immerhin: bei der Pflege ihres Gartens oder bei
Radtouren an der Weser kann sie auch wunderbar abschalten. |