| Verden (dom) Die 18.
Sommer-Auktion Hannoveraner Reitpferde brachte dem Hannoveraner
Verband sowohl im Spitzen- als auch im Durchschnittspreis das bisher
zweitbeste Ergebnis.
Der Spitzenpreis betrug 35 000, der Durchschnittspreis 9 969 Euro.
Von 111 angebotenen Pferden wurden 105 verkauft, davon 44 (41,91
Prozent) ins Ausland. Allein 17 Pferde gingen an Käufer aus den USA.

Den Spitzenpreis des Tages erzielte die drei Jahre alte Rappstute
Donna Frederica von Don Primero-Falkland aus der Zucht von Reinhard
Vossmeyer und dem Besitz von Hermann Kleemeyer, beide wohnhaft in
Weyhe. Die schicke Stute gehörte zum Favoritenkreis auf den
Spitzenpreis. Als „Eine Dressurempfehlung“, wurde sie im
Auktionskatalog angepriesen.
Das Pferd wird im Blue Hors Stall in Dänemark auf den grossen
Dressursport vorbereitet. Bekannt geworden ist der dänische Stall
durch den auf dem Verdener Hengstmarkt erworbenen Blue Hors Cavan, der
im Weltcup hoch platziert war, und dem bei den diesjährigen
Weltreiterspielen im spanischen Jerz auch gute Chancen eingeräumt
werden.
Donna Frederica gehörte zum Beritt von Merle Lorenzen aus Scheessel
und wurde von Julia Schönfeld betreut. Merle Lorenzen (23), Bereiterin
bei Reiner Schmerglatt, gehörte zum vierten Mal dem Auktionsteam an.
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Was zeichnet die Stute aus?
„Ihre drei Super-Grundgangarten. Sie bestätigte während des Trainings
die 9,0, die sie in der Zuchtstutenprüfung im Schritt und in der
Rittigkeit bekommen hat. Hervorragend ist ihre Nervenstärke und ihre
Ausgeglichenheit“, so Merle Lorenzen. Zwei weitere Pferde erzielten
Preise von 30 000 Euro und mehr. Der ebenfalls nach Dänemark verkaufte
dreijährige Fuchswallach Es Piero von Espri-Glücksgriff (31 000 Euro,
Besitzer Udo Wiechert, Loxstedt-Nesse) und der in die USA gegangene
drei Jahre alte Dunkelfuchshengst Westernhagen von
Wolkentanz-Rubinstein I (30 000 Euro, Besitzer Thomas Blass, Gross
Roscharden).
Die Auktionsleitung ist mit dem Ablauf der Sommer-Auktion
zufrieden. „In der zweiten Hälfte im Anschluss an eine nach der
Katalognummer 58 eingelegten halbstündigen Pause lief es besser“, zog
Auktionator Friedrich-Wilhelm Isernhagen Bilanz. Und Auktions-Chef
Rainer Kiel war zufrieden, dass die Bemühungen des Verbandes, Käufer
aus dem Ausland noch stärker zu den Verdener Auktionen zu holen, auch
jetzt wieder Erfolg hatten.
Den höchsten Preis der Aussteller aus dem Kreis Verden erzielte
Jochen Dittmer aus Lehringen. Der vier Jahre alte dunkelbraune Wallach
Westlife von Wonderland-Winterwald erzielte 20 000 Euro. Er wurde in
die USA verkauft.
Richtig glücklich war der langjährige Jagdherr des Verdener
Schleppjagd-Reitvereins, Manfred Brünger. Seine Lebensgefährtin Anita
Schlössers hatte den sechsjährigen braunen Wallach Logo E von
Landclassic-Gibraltar (Züchter und Besitzer Willi Ehlers, Walsrode)
gekauft. Nach der Versteigerung versprach Auktions-chef Rainer Kiel
Manfred Brünger, den Wallach am Montag von der Niedersachsenhalle
durch den Verdener Stadtwald zur Stubbendorff-Reithalle zu reiten und
ihn dort zu übergeben. |