
Geschichte:
Die Rasse entstand im Gestüt Trakehnen in Ostpreußen, das 1732 von
Friedrich Wilhelm I gegründet wurde. Hauptgrund war die Versorgung mit
Nachwuchspferden u.a. für den königlichen Marstall. An ihrer Entstehung
waren verschiedene Rassen beteiligt, vor allem aber ostpreußische
Landschläge. Durch systematische Veredelungszucht mit arabischen und
englischen Vollblütern entstand der heutige Typ des Trakehner. Vor dem
zweiten Weltkrieg war Ostpreußen mit etwa 40.000 Pferden das größte
geschlossene Zuchtgebiet Deutschlands. Ende des zweiten Weltkrieges konnten
in einer legendären Flucht etwa 1000 Pferde nach Westdeutschland gerettet
werden und ermöglichten einen Wiederaufbau der Zucht. Sie ist die einzige in
Reinzucht betriebene Reitpferdezucht in Deutschland.
Zucht:
Die Trakehnerzucht umfaßte 1999 einen Bestand von 4529 eingetragenen
Stuten und 194 Beschälern. Auffallend ist, daß alle Pferde (Stuten und
Hengste) einen Namen tragen, der mit dem Anfangsbuchstaben des Namens der
Mutter beginnt. Damit wird der Bedeutung der mütterlichen Abstammung
(Familien) gewürdigt.
Merkmale:
Ausdauernde, leistungsstarke, blutgeprägte Pferde mit sensiblem
Charakter, die einen einfühlsamen Reiter erfordern; in allen Sparten des
Reit- und Fahrsports anzutreffen, häufig auch im Spitzensport und
vornehmlich in der Military.

